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Ein Blindenführhund stellt sich vor
Hallo Ihr da draußen. Heute möchte ich Euch ein bisschen von mir erzählen: Mein Name ist Sissi und ich bin eine Labradorhündin. Geboren wurde ich am 10. April 2006 in Burgenland sowie auch meine Schwester Sandy und mein Bruder. Meine Schwester Sandy hat den gleichen Beruf wie ich – also auch eine Blindenführhündin – nur dass Sie jetzt in Oberösterreich zu Hause ist und wo ich jetzt lebe erzähle ich später.
Die ersten drei Monate meines Lebens habe ich zu Hause in Burgenland verbracht. Dann kam ich zu einer Patenfamilie. Dort musste ich all das lernen – was ein gut erzogener Hund wissen – und vor allem können - sollte.
Da mein Berufswunsch aber „Blindenführhündin“ war meldete ich mich nach meinem ersten Geburtstag zu den medizinischen Tests an. Denn weißt Du, nicht jeder kann diesen Beruf ergreifen. Das ist so ähnlich wie bei Euch Menschen mit dem Pilotenberuf. Aber da ich besonders fit – und mit aller Bescheidenheit ausgedrückt auch nicht gerade dumm bin - gelangte ich zur Blindenführhundeschule Karlheinz Ferstl um dort meine Ausbildung zum Blindenführhund zu beginnen. Nach einem Jahr lernen, lernen und wieder lernen bestand ich schließlich im Juni 2008 meine Qualitätsprüfung.
Eines Tages bekam mein Ausbildner Besuch von einer Dame aus Innsbruck die sich für mich interessierte. Ich schaute mir die Dame recht genau an und beschloss, dass ich mir gut vorstellen könnte bei ihr in Innsbruck zu leben. Denn wir Blindenführhunde haben den Vorteil, dass wir uns unser zukünftiges Zuhause selber aussuchen können.
So kam ich also nach Innsbruck. Als erstes zeigte mir mein neues Frauchen Beate die nähere Umgebung und dann die Stadt. Ich war ganz schön beeindruckt. Doch am meisten faszinierten mich als gebürtige „Flachländlerin“ natürlich die Berge. Oh Mann, sind die hoch und was es da alles zu riechen und entdecken gibt! Superspannend sag ich Euch! Ich kann das jedem Hund nur empfehlen.
Aber natürlich bin ich zum Arbeiten in Innsbruck. Die letzte Prüfung – die nennt man Teamprüfung - da muss ich beweisen, dass mein Frauchen und ich ein gutes Team sind; diese Prüfung stand uns beiden noch ins Haus. Da hieß es natürlich wieder trainieren und trainieren – damit ich auch diese letzte Hürde noch schaffe und somit mein endgültiges Traumziel erreiche und Innsbruck auch besser kennen lernen konnte. Schließlich schaffte ich auch diese Prozedur und hatte am 9.Oktober 2008 zusammen mit meinem Frauchen Beate in Innsbruck die Teamprüfung, die sehr vielseitig und vor allem viel Konzentration von mir und meinem Frauchen Beate erforderte vor zahlreichen Augen mit sehr gutem Erfolg bestanden.
Seit diesem Zeitpunkt bin ich ein geprüfter Blindenführhund und darf daher mein Frauchen Beate überall hin begleiten und kostenlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Ich trage daher mit Stolz meine Blindenführhundeplakette.
Mein Wunsch für die Zukunft? Eine lange und gute Zusammenarbeit mit meinem Frauchen, das ich schon ganz fest in mein Herz geschlossen habe.
Eure Sissi
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